
Minnesota, Bundesstaat im nördlichen Mittleren Westen der USA, grenzt an die kanadischen Provinzen Manitoba und Ontario sowie an den Oberen See, Wisconsin, Iowa, South Dakota und North Dakota. Der Red River bildet einen Teil der Westgrenze zu North und South Dakota, der Mississippi einen Teil der Südostgrenze zu Wisconsin.
Minnesota trat am 11. Mai 1858 als 32. Bundesstaat der Union bei. Der Bundesstaat ist nach dem Minnesota River benannt, dessen Name in der Sprache der Sioux „trübes Wasser” bedeutet. Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Saint Paul, Minneapolis, Duluth und Rochester.

Minnesota ist mit einer Fläche von 225 182 Quadratkilometern der zwölftgrößte Bundesstaat der USA. Die größte Ausdehnung beträgt in Nord-Süd-Richtung etwa 660 Kilometer und in Ost-West-Richtung rund 560 Kilometer. Der Eagle Mountain im äußersten Nordwesten ist mit 701 Metern der höchste Punkt des Bundesstaates. Der niedrigste Punkt liegt mit 183 Metern am Ufer des Oberen Sees. Am Uferstreifen des Oberen Sees hat Minnesota einen Anteil von etwa 300 Kilometern.
Minnesota besteht aus vier landschaftsgeographischen Einheiten: Superior Upland, das Western Great Lakes Lowland (Tiefland der Großen Seen im Westen), die Dissected Till Plains und die Driftless Region. Das Gebiet von Minnesota wurde während der Eiszeit zum großen Teil durch Gletscher überformt. So haben sich im Superior Upland im Nordosten Minnesotas zahlreiche Seen gebildet.
Das Western Great Lakes Lowland nimmt einen großen Teil der übrigen Fläche des Bundesstaates ein. Auch hier gibt es zahlreiche Seen, Sümpfe und Moore. Entlang der Westgrenze des Bundesstaates verläuft eine weiträumige, flache Ebene mit fruchtbarem Boden, die durch den Agassizsee gebildet wurde.
Die Dissected Till Plains im Süden sind eine sanfte Moränenlandschaft. Die Driftless Region im Südwesten war das einzige Gebiet in Minnesota, das nicht von Gletschern bedeckt war.
Die größten Flüsse sind u. a. Mississippi, Minnesota, Saint Croix, Crow Wing, Red River und Rainy. In Minnesota gibt es über 20 000 Seen, die zusammen mit den Flüssen über acht Prozent des gesamten Staatsgebietes bedecken. Zu den Seen gehören u. a. Lake of the Woods und Rainy Lake, beide direkt an der kanadischen Grenze, Red Lake sowie der Leechsee.
Minnesota hat ein kontinentales Klima. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Juli etwa 22,2 °C. Die extremsten Temperaturen in Minnesota betrugen -50,6 °C (1903) und 45,6 °C (1936). Von Dezember bis März kommt es gelegentlich zu Kaltlufteinbrüchen, so genannten Blizzards. Polarlufteinbrüche (Norther) können den ganzen Winter hindurch auftreten. Der Süden Minnesotas gehört zum Kerngebiet der Tornados.
Etwa ein Drittel des Gebiets von Minnesota ist wieder mit Wald bedeckt. 1920 war es nur ein Fünftel. Durch die starke Abholzung sind heute große Flächen, die früher mit Nadelwald bedeckt waren, von Mischwald bestanden. Zu den Baumarten gehören u. a. Fichten, Birken, Kiefern, Hemlocktannen und Eichen.
Minnesota hat eine reichhaltige Fauna. Zu den Tierarten zählen z. B. Kragenbären, Elche, Wölfe, Nerze und Waschbären.

Minneapolis
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 4,5 Millionen. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt bei ungefähr 20 Einwohnern pro Quadratkilometer. Weiße machen etwa 94,5 Prozent der Bevölkerung aus. Zu den Minderheiten zählen u. a. die circa 50 000 Indianer (vor allem die Sioux). Eine große Zahl der Einwohner Minnesotas sind Nachkommen von Einwanderern aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, die in den ländlichen Gegenden oftmals eigenständige Gemeinden bilden.
Sehenswürdigkeiten
Die beliebtesten Fremdenverkehrsgebiete sind die Wälder und Seen im nördlichen Minnesota. Der Voyageurs Nationalpark ist der größte Nationalpark im Bundesstaat. Der Itasca State Park, in dem ein Quellfluss des Mississippi entspringt, ist einer der Parks mit den höchsten Besucherzahlen.

Quelle: www.amerika-live.de/USA/Minnesota/minnesota.htm